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Wie ist die Soziale Phobie bei mir überhaupt entstanden?

Diese Frage stelle ich mir ziemlich häufig. Als Kind war ich schon immer schüchtern, aber konnte nach einiger Zeit normal mit Anderen reden. Ich würde selber behaupten, dass ich früher ein sehr lebensfrohes und abenteuerlustiges Mädchen war. Jeden Tag nach der Schule habe ich mich mit meinen Nachbarn getroffen und bis zum Abendessen ohne Unterbrechung gespielt. Dann hat es sich mit der Zeit gelegt, sprich die Tage die wir zusammen verbracht haben wurden immer weniger, was, wenn ich heute so darüber nachdenke, ganz normal ist und selbst mit jahrelangen Freundschaften passieren kann. Die ganz normalen Probleme traten ein, wir kamen in die Pubertät, die Schule beanspruchte mehr Zeit und man lernte andere Leute kennen. Die alltäglichen Dinge die in einem normalen Leben eben passieren. Allerdings kann ich auch sagen, dass ich in der Schule nie beliebt war und sich das mit dem ,,neue Leute kennen lernen"-Ding etwas schwierig gestaltete wegen meiner Schüchternheit. Das soll aber nicht heißen, dass ich ein kompletter Außenseiter war. Ich hatte immer wenigstens zwei oder sogar drei Freundinnen, mit denen ich jeden Tag sprach, ab und zu etwas außerhalb der Schule unternahm und auch mal stritt. Doch auch diese Freundschaften haben sich verändert oder wurden gänzlich gelöst. Die einzige, die ich jetzt noch habe, ist meine beste Freundin seit der zweiten Klasse. Im letzten Schuljahr habe ich mich nur auf sie konzentriert und die Anderen ignoriert, und andersrum genauso. Zwar hatte ich noch nie einen besonders engen und vertrauten Draht zu den Meisten, jedoch konnte ich mich immer noch mit ihnen unterhalten, was dann nicht mehr möglich war. Ich weiß noch, wie ich bei der Abschlussfeier gedacht habe: Man, die wirst du jetzt nicht mehr jeden Tag sehen, wahrscheinlich nie wieder. War ich deswegen traurig? Ja, tatsächlich ein bisschen. Aber höchstwahrscheinlich nur, weil ich nun die gewohnten Leute und Umgebung verlassen und dann auf eine neue Schule gehen musste. Denn das Witzige ist: Davor habe ich noch nie die Schule gewechselt, hatte jahrelang die gleichen Klassenkameraden, außer die haben die Klasse verlassen. Somit stand ein neuer Lebensabschnitt an: Da ich nach der Mittleren Reife keine Ausbildung gefunden hatte, musste ein Plan B her, also eine weiterführende Schule besuchen. Und das Einzige was ich dazu sagen kann: Es war die Hölle! Jede meiner Noten rutschte um mindestens eine runter, wieder konnte ich mit niemanden in der Klasse eine engere Beziehung aufbauen, da sich alle schon von ihren ehemaligen Schulen kannten, sprich es hatten sich schon Gruppen gebildet, bevor das Jahr überhaupt richtig angefangen hat. Ich habe mich nach anderthalb Jahren, als ich 18 wurde, von der Schule abgemeldet. Dies ist nun über zwei Monate her, und ich bin immer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. In all den vergangenen Jahren wurde ich immer verschlossener, ging nicht aus dem Haus, außer wenn ich zur Schule ging und unternahm nichts mit niemanden, und die letzten zwei Monate haben mir den Rest gegeben. Nun verlasse ich wirklich nicht mehr das Haus, sitze jeden Tag vor dem Computer und frage mich, wie es so weit hat kommen können.
17.3.16 15:39
 
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